Verrazano Narrows Bridge – planmäßig

So endet jetzt unsere Reise durch den Osten der USA und Kanadas mit der letzten Etappe von Philadelphia zurück nach New York. Der Flieger sollte um 16:10 Uhr vom JFK in New York nach Frankfurt gehen. Also hatten wir noch genug Zeit für die knapp 180 km lange Strecke. Sonntags ist auch der Verkehr rund um New York City nicht so chaotisch. Das hatten wir ja auch schon am ersten Tag erfreut festgestellt. 😉 Wir brauchten etwas weniger als zweieinhalb Stunden für die Fahrt. Unsere Route führte uns dieses mal südlich an Mahatten vorbei, über die Verrazano Narrows Bridge. Jene Brücke kannten wir schon aus einer etwas anderen Perspektive, als wir vor einigen Jahren mit dem Schiff von Hamburg nach New York gefahren sind (siehe großes Bild oben). Sehr beeindruckend! Von der Brücke konnten wir noch kurz einen Blick auf die Südspitze von Manhatten erhaschen, aber für Fotos blieb heute  leider keine Zeit: Ich musste mich auf den Verkehr konzentrieren, und mein Navigator Melanie musste mich auf die richtigen Fahrspuren lotsen.

Kurz vor der Mietwagenrückgabe noch einmal volltanken. Das mit dem Tanken ist in Amerika immer so eine Sache. Im einfachsten Fall fährt man an die Zapfsäule, steckt die Kreditkarte kurz rein, dann den Rüssel in den Tank, an der Säule wählen, welchen Sprit man haben will und warten bis der Tank voll ist. Diesel gibt es eh nur an Zapfsäulen für Trucks, so dass man sich hier auch kaum vertun kann. Schwieriger wird es, wenn die Maschine wissen will, ob es eine Credit oder Debit Karte ist und dann noch nach einer Postleitzahl fragt. So einen Fall hatten wir heute wieder. Ich habe da schon einige Varianten ausprobiert, z.B. unsere eigene Postleitzahl, die von Beverly Hills (90210), 00000 oder 99999, aber nichts von alledem funktionierte. Dann muss man den Kassierer drinnen bitten, dass er die Säule freischaltet. Nur bei dieser riesigen Tankstelle am Flughafen war niemand aufzufinden… Letztlich haben wir eine andere Tankstelle aufgesucht.

Von der Autovermietung wenige Minuten mit dem Airtrain zum Terminl 1, dort ca. 30 Minuten am Checkin gewartet, dann noch mal eine Stunde für die Sicherheitskontrolle und danach noch ein Kaffee von Starbucks, der auch relativ lange gedauert hat. Da war die Zeit bis zum Boarding auch schon rum, so dass wir nichts mehr schreiben konnten. Wir hatten aber eh keinen funktionierenden Internetzugang im Terminal…

Als wir in der Maschine saßen und auf den Start warteten, hat sich die Windrichtung und infolgedessen die Startrichtung geändert. Das hat dann auch noch mal zu einer halben Stunde Verzögerung geführt, weil alle Flieger wieder umsortiert werden mussten. Unsere Flugzeit betrug aber nur 6 Stunden und 40 Minuten, so dass wir trotzdem pünktlich um 05:40 Uhr in Frankfurt gelandet sind. Dank schneller ICE-Verbindung und Taxi Mama&Papa in Langerwehe, saßen wir schon um 09:00 Uhr beim Frühstück mit frischen Brötchen, Schinken, Leberwurst, Fleischwurst, Käse, Kaffee und Tee und was man sonst noch so alles für ein gutes deutsches Frühstück braucht!

FAZIT: Es war eine tolle Reise, wir haben eine Menge gesehen und noch einige Geschichten zu erzählen. Wir möchten uns vorallem noch mal bei unseren treuen Lesern bedanken, besonders auch für die zahlreichen Rückmeldungen und Beiträge. Es hat viel Spass gemacht täglich Berichte zu schreiben und Fotos auszusuchen. Es war eine ganz neue Erfahrung für uns, wie man auch die Daheimgebliebenen an unserer Reise teilhaben lassen kann. Wir würden uns freuen, wenn ihr beim nächsten mal wieder mit dabei seid.

Herzliche Grüße von den Weltenbummlern

Philadelphia – Wiege der Nation

Frühstück hatten wir heute in einer kleinen französischen Bäckerei. Da mussten wir bis nach Philadelphia reisen, um endlich einmal richtig leckeres Brot wie zu Hause zu bekommen. 🙂 Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf die Heimat. Dazu gab es auch noch frisch gepressten Orangensaft und selbstgemachte Erdbeer-Rhabarber-Marmelade. Fantastisch! Ein perfekter Start in den Tag.

Hiernach machten wir uns auf in den historischen Teil von Philadelphia. Die Stadt ist für die Geschichte der Vereinigten Staaten von besonderer Bedeutung, weil hier die Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung entworfen und verabschiedet wurden. Wir hatten die Möglichkeit bei einer Führung die Independece Hall von innen zu besuchen, jene Räumlichkeiten, in denen damals Geschichte geschrieben wurde. Des weiteren haben wir auch noch die Liberty Bell (Freiheitsglocke), die älteste Straße von Philadelphia, das erste Feuerwehrhaus, das Haus, in dem die erste Flagge der Vereinigten Staaten genäht wurde (Betsy Ross House), das Grab von Benjamin Franklin und noch viele weitere historische Orte gesehen. Damit haben wir auf unserer Reise jetzt wohl so gut wie alle geschichtlich relevanten Orte der USA besucht.

Am Nachmittag sind wir zu Penn’s Landing am Ufer des Delaware Flusses gegangen. Wir hatten erwartet, hier eine ähnliche Waterfront wie in den anderen Städten zu finden, aber da wurden wir leider enttäuscht. Außer einem Blick auf die Benjamin Franklin Bridge, gibt es hier nicht viel zu sehen.

Zum Abschluss unserer Tour haben wir noch einen Abstecher zum Reading Terminal Market (Bauernmarkt) gemacht. Hierbei handelt es sich um eine große Markthalle, in der man alles täglich frisch kaufen kann über Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Kaffee, Tee, Brot, Kuchen, Schokolade, usw. Der Markt ist sehr sehenswert und macht einen gepflegten Eindruck. Alles sehr sauber und von guter Qualität.

Inzwischen sind die Koffer gepackt und alles ist vorbereitet, um morgen wieder nach New York zu fahren und die Heimreise anzutreten. Wir werden uns aber sicher noch einmal vom Flughafen aus melden…

Auf den Spuren von Rocky

Heute morgen haben wir unsere Reise von Washington D.C. nach Philadelphia fortgesetzt. Auf der 238km langen Etappe haben wir wieder einige Bundesstaaten durchquert. Gestartet in Virginia (unser Hotel war in Arlington, einem Vorort von Washington), quer durch Maryland, Delaware und schließlich nach Philadelphia in Pennsylvania. Gleich zu Beginn sind wir auch noch einmal quer durch den District of Columbia gefahren, das ist aber kein Bundesstaat, sondern einzigartig als Bundesdistrikt.

Philadelphia ist mit etwas mehr als 1,5 Mio Einwohnern die sechstgrößte Stadt der USA und nach New York City sogar die zweitgrößte an der Ostküste. Mit unserem Hotel haben wir es wirklich sehr gut angetroffen. Es liegt mitten in der Stadt direkt gegenüber dem Rathaus und alles interessante ist für uns fußläufig zu erreichen. So haben wir uns gleich nach der Ankunft auf den Weg gemacht, um die Stadt zu erkunden. Im Zentrum gibt es einige beeindruckende Wolkenkratzer, so dass wir erst mal wieder nur nach oben guckend rumgelaufen sind.

Über den Benjamin Franklin Parkway sind wir in Richtung des Piladelphia Museum of Art gelaufen. Entlang der Straße gibt es viele Grünanlagen, schöne Plätze und Brunnen wo man bei der Hitze ein schattiges Plätzchen zum Erholen finden kann. Am Museum angekommen haben wir eine Statue von einem Boxer mit hochgestrecken Fäusten entdeckt. Blöde Frage: Ist das Rocky? – Ja, er muss es sein, denn der Name steht ja auf seinen Boxershorts! Die Statue steht nicht ohne Grund hier am Museum, denn das sind genau die Treppenstufen, die Sylvester Stallone im Film Rocky zum Training immer rauf und runter gelaufen ist. Bei sengender Sonne wollten wir das aber nicht nachmachen… 😉

Zum Abendessen sind wir durch die Straßen rund um das Rathaus gelaufen. Es gibt sehr viele schöne kleine Restaurants mit Außengastronomie. Besonders jetzt zum Wochenende ist sehr viel in den Straßen los und wir waren froh einen Tisch bei einem kleinen Italiener zu ergattern.

Morgen freuen wir uns darauf, die Aldstadt und Penn’s Landing am Delaware Ufer zu erkunden…

Friedhof, Museum und Trump 

Nach unserem gestrigen Bustag, war heute wieder eher die Metro unser Fortbewegungsmittel.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Arlington National Cemetry, einem riesigen Ehrenfriedhof, wo unter anderem die Kennedy Familie beerdigt ist. Wir durften teilhaben an einer traditionellen Zeremonie mit Kranzniederlegung und Wachablösung zur Ehrung der unbekannten Soldaten, die in den verschiedenen Kriegen gefallen sind. Für uns eventuell ein wenig befremdlich, aber hier ein feierlicher Gedenkakt.

Mittagspause in der City an einem der vielen Straßenstände. Es gab den besten Crèpe mit Nutella und Banane, den wir je gegessen  haben. Sooooo lecker!

Von dort aus ging es an die National Mall zur Besichtigung eines der 19 Smithsonian Museen. Sie werden alle von der Smithsonian Institution betrieben und sind kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich. Wir entschieden uns für das Luft- und Raumfahrtmuseum und wurden nicht enttäuscht. Eine großartige Ausstellung, die sogar uns Museumsmuffel begeisterte.

Danach noch einmal Hopp on the Bus nach Georgetown, ein Stadtviertel von Washington D.C. mit vielen kleinen Geschäften zum Bummeln, schönen alten Häusern und einer einladenden Waterfront.

Zwischen all unseren heutigen Stationen hatten wir mehrfach das Vergnügen Donald Trump zu Winken, als er mit einer Hubschraubereskorte von und zum Weißen Haus geflogen wurde. Es sind immer drei riesige Militärhubschrauber, einer für den Präsidenten und zwei zur Begleitung. Wohl keine Seltenheit in dieser Stadt.

Gerade sitzen wir am Ufer des Potomac-River in Georgetown mit wunderschöner Aussicht und genießen unser Abendessen. Auf den Bildern sieht man ein paar böse, schwarze Wolken, aber die sind absolut harmlos und die Aussentemperatur ist noch angenehm bei 23Grad. So lässt sich der Abend ausklingen. Ein schöner Abschied von einer absolut faszinierenden Stadt.

Morgen geht es weiter nach Philadelphia…

Washington bei Nacht

Es ist 23:39 Uhr und wir kommen gerade von unserer heutigen Tour zurück. Wir waren den ganzen Tag mit so einem Hop On Hop Off Bus in der Stadt unterwegs. Natürlich nicht ohne einen kleinen Regenschauer, weswegen wir zwischenzeitlich mal wieder kurz zu Minions geworden sind. Bei der Tour haben wir unter anderem die Library of Congress besichtigt, die FBI Zentrale, das Theater, in dem Lincoln erschossen wurde und viele weitere Monumente gesehen.

Aber das Highlight des Tages war die Nacht-Tour mit dem Bus. Die ist kurz vor Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr gestartet und hat fast 3,5 Stunden gedauert. Diese Tour hat sich wirklich gelohnt, weil wir einen tollen Guide hatten, der viele sehr interessante Dinge erzählt hat. Zudem sind wir an einigen Stationen ausgestiegen und haben dort mit dem Guide zusammen die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten besucht.

Wir waren gestern schon begeistert von den vielen Gedenkstätten, aber heute sind wir absolut überwältigt. Es fällt uns schwer, das in Worte zu fassen, man muss es einfach erlebt haben. Einige dieser Stellen haben wir zwar gestern schon gesehen, oder zumindest gestreift, aber die Begeisterung kam teilweise erst heute, mit den passenden Erklärungen. So hätten wir uns gestern nicht vorstellen können, dass uns ein Denkmal zum Vietnam- oder Koreakrieg überhaupt interessieren könnte. Aber es sind nicht einfach nur Statuen, die irgendwo rumstehen, sondern Arrangements, die sich teilweise über mehrere hundert Quadratmeter erstrecken, die man sich erst einmal erlaufen muss. Ausserden gibt es sehr viele Details, die man so auf den ersten Blick gar nicht sieht und erst mit weiteren Erklärungen entdeckt.

Nach diesen vielen tollen und interessanten Eindrücken, die wir so gar nicht alle vermitteln können, gehen wir jetzt schlafen und sind gespannt auf morgen…

Plattfüße in Washington

Heute ging es vom Battlefield in Gettysburg direkt in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, nach Washington DC. Dort angekommen machten wir uns erst mal schlau, wie das hier mit der Metro funktioniert. Es ist eigentlich immer das gleiche, wenn man neu in einer Stadt ist. Wo ist die nächste Station? Wohin will man eigentlich fahren? Und am wichtigsten, wie funktioniert das mit den Fahrkarten? Die beiden ersten Punkte waren schnell geklärt, Punkt drei ergab sich relativ zügig am Fahrkartenautomaten. Man gibt einfach ein, dass man zwei Fahrkarten braucht, schiebt die Kreditkarte ein und man bekommt zwei Plastikkarten auf denen ein Guthaben gespeichert ist. Die Karte hält man beim Betreten und Verlassen der Station einfach an ein Lesegerät und der Fahrpreis wird abgebucht. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann man am Automaten wieder neues aufladen. Wäre das in Köln doch auch mal so einfach…

Ausgestiegen sind wir am Weißen Haus. Leider kann man heute keine Besichtigungen mehr machen. Das wurde aus Sicherheitsgründen nach dem 11. September 2001 eingestellt. Also haben wir nur ein paar Fotos vom Zaun aus gemacht. Wenn man davor steht, kommt es einem gar nicht so groß vor. Aber das kann auch täuschen, weil man nicht so richtig nah rankommt. Weiter ging es von dort erst mal in westliche Richtung zum Abraham Lincoln Monument. Auf dem Weg dahin habe ich Albert Einstein noch mal kurz erklärt, wie das mit der Relativitätstheorie ist (siehe Foto).

Das Lincoln Monument ist wirklich beeindruckend groß und von dort hat man einen fantastischen Blick auf das Washington Monument (der große Obelisk) bis zum Capitol. Jeder kennt das sicher alles aus dem Fernsehen, aber wenn man noch nicht da war, hat man einfach keine Vorstellung davon, wie groß die Bauwerke sind und welche Entfernungen dazwischen liegen. Als wir dann noch bis zum Capitol Hill gelaufen sind, qualmten uns die Socken. Denn bis dahin waren wir insgesamt schon fast 7 km zu Fuß unterwegs. Mit der Metro ab Union Square (Hauptbahnhof) sind wir wieder zurückgefahren. Als Belohnung gab es Fajitas beim Mexikaner…

Auf den Spuren der amerikanischen Geschichte 

Heute haben wir es mal ganz ruhig angehen lassen. Nach dem Frühstück noch ein kleiner Spaziergang entlang der Market Street in Corning und dann gegen 11 Uhr ins Auto zur Weiterfahrt nach Gettysburg, ca. 235km nach Süden. Dabei verließen wir den Bundesstaat New York und erreichten Pennsylvania.

Mittlerweile haben wir die 2000 Meilen Marke geknackt. Das entspricht ungefähr 3200km. Unsere geplante Route war mit 3300km berechnet, aber wir haben noch einige Abstecher gemacht und sind ja auch noch nicht am Ende angekommen. Mal sehen wie viel noch dazukommt.

Die Landschaft verändert sich mehr und mehr, da der Herbst Einzug hält. Aber das Wetter meint es heute SEHR gut mit uns. Die Sonne scheint vom blauen Himmel bei etwa 22 Grad.

Gettysburg ist eine kleine Stadt mit großer Geschichte. Hier fand 1863 die Schlacht von Gettysburg statt, in der die Nordstaaten einen entscheidenden Sieg im Bürgerkrieg erringen konnten. Abraham Lincoln, der damalige Präsident, hielt im gleichen Jahr hier eine der bedeutendsten Reden der amerikanischen Geschichte. Die Erinnerungen an das Geschehen sind hier noch überall in Form von Tafeln, Denkmälern, Statuen und Museen sichtbar. Wir wollen Euch nicht weiter mit Geschichtsunterricht langweilen. Für die Menschen hier bedeutet es aber sehr viel, und das kann man an jeder Ecke sehen…

Heute hängen im ganzen Land übrigens alle Fahnen auf Halbmast zum Gedenken an den 11. September 2001.

Morgen führt die Reise weiter in die Hauptstadt der USA…

Von Minions und Schlümpfen

Heute war frühes Aufstehen angesagt, da wir bereits um 8:30Uhr für unsere Niagarafalls-Tour abgeholt wurden. Vorher mussten ja noch die Koffer gepackt und im Auto verstaut werden, damit wir nach dem Ausflug sofort zu unserer nächsten Station weiterfahren konnten. Frühstück gab es auf dem Zimmer mit Joghurt und selbstbelegten Bagels mit Käse. Alles gestern im Supermarkt gekauft.

Pünktlich im Bus ging es erstmal noch zu ein paar weiteren Hotels, wo einige andere Gäste abgeholt wurden. Randy, unser Tourguide, begrüsste uns alle ganz herzlich und gab uns einige Infomationen zum Tagesablauf. Dann ging es auch schon über die Grenze in die USA, wo wir unseren ersten Stopp an den amerikanischen Wasserfällen hatten.

Hier bekamen wir gelbe Regencapes und Wassersandalen, womit wir aussahen wie die Minions. Grund für diese Verkleidung: Über verschiedene Treppen und Plattformen ging es bis direkt unter den Wasserfall. Die Gicht spritze uns nur so um die Ohren. Bis zur letzten Etappe, der sog. Hurricane-Plattform (hier wäre eine Dusche unter dem Wasserfall möglich gewesen) haben wir nicht durchgehalten, aber der Ausblick und die Kraft des Wassers war vorher schon in beeindruckenster Weise zu spüren.

Weiter ging es von hier aus auf amerikanischer Seite zu verschiedenen Aussichtspunkten beider Wasserfälle, wo wir ein paar tolle Aufnahmen machen konnten.

Als nächstes Highlight stand eine Bootsfahrt mit der „Maid of the Mist“ auf dem Programm. Von Randy bekamen wir genauste Angaben, wie wir vom Boot aus DAS perfekte Foto machen können, OHNE dabei nass zu werden. Und es funktionierte! Eine absolut wahnsinnige Erfahrung, so nah an die Wasserfälle heranzukommen. Und übrigens, für diese Tour bekamen wir blaue Regencapes, so dass wir hier aussahen wie die Schlümpfe.

Zurück auf kanadischer Seite war unser letzter Halt am Skylon Tower, wo wir mit gelben Aussenaufzügen auf die Aussichtsplattform gebracht wurden. Von hier aus sieht man die Wasserfälle in ihrer vollen Größe. Besonders die Hufeisenform ist von dort oben gut zu erkennen. Und die Sicht war heute so fantastisch, dass wir bis zum 70km entfernten Toronto schauen konnten. Die Skyline mit dem CN-Tower war gut erkennbar.

Fazit des Tages: Eine fantastische Tour, absolut empfehlenswert!

Mittlerweile sind wir wieder zurück in USA und genießen gerade noch einen Espresso in dem verschlafenen kleinen Nest Corning. Morgen geht es weiter nach Gettysburg…

Zimmer mit Ausblick

Heute Morgen ging unsere Reise weiter von Toronto zu den Niagarafällen. Eigentlich eine kurze Etappe von 130km, aber wir erwarteten viel Verkehr, weil vermutlich viele an einem Samstagmorgen hierher unterwegs sind. So machten wir uns kurz nach dem Frühstück auf den Weg. Wir kamen überraschend gut durch und die Fahrt dauerte gerade mal 90 Minuten. So waren wir eigentlich viel zu früh am Hotel, aber wir hatten Glück und unser Zimmer war schon fertig zum Einchecken. Mit großer Spannung öffneten wir die Türe zu unserer Zimmer in der 15. und damit obersten Etage des Hotels. Aus dem Fenster dann ein wahnsinniger Ausblick: direkt auf den kanadischen Teil der Niagarafälle! Erwartungen übertroffen!!! Bevor wir irgendetwas anderes machen konnten, haben wir uns auf die Bettkante gesetzt und eine ganze Weile staunend aus dem Fenster geguckt.

Später sind wir dann noch einmal losgezogen, um die Wasserfälle von Nahem zu betrachten. Da der Niagara Fluss durch eine größere Insel aufgeteilt wird, sieht man einmal die ca. 260 Meter breiten amerikanischen und auf der anderen Seite die hufeisenförmigen über 600 Meter breiten kanadischen Wasserfälle. Einfach gigantisch! Die Wassermassen stürzen mit lautem Getose 57 Meter in die Tiefe, und die aufsteigende Gicht spritzt mehr als um das Doppelte wieder in die Höhe. So kann man je nach Wind auch oben am Ufer noch gut nass werden.

Jetzt, wo wir den Beitrag schreiben, sitzen wir wieder auf dem Bett und schauen auf die nächtlich beleuchteten Wasserfälle…

Grandiose Aussichten

Hättet ihr gewusst, dass Toronto die viertgrößte Stadt in Nordamerika ist? Wir jedenfalls nicht… bis heute. Größer sind nur México City, New York City und Los Angeles. Toronto liegt direkt am Lake Ontario, dem flächenmäßig kleinsten der fünf großen Seen (Lake Superior, Michigan, Huron, Erie und Ontario). Was liegt also näher, als noch einmal eine Bootsfahrt zu machen. Wenn man zwischen den Wolkenkratzern her läuft, ist das schon beeindruckend. Aber vom Wasser aus ist die Skyline noch einmal so imposant.

Besonders sticht natürlich der CN Tower von überal hervor. Mit über 553 Metern Höhe war der 1976 eröffnete Turm lange Zeit das höchste freistehende Gebäude der Erde. Erst 2007 wurde das Bauwerk durch den Bau des Burj Khalifa in Dubai abgelöst. Eine Besichtigung der Aussichtsplattform des Towers konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Mit einem gläsernen Außenaufzug ging es in unter 20 Sekunden auf die erste Aussichtsplattform in über 350 Metern Höhe. Dort erwartete uns eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt und die Umgebung. Stellenweise kann man sogar über einen Glasboden laufen und dabei aus schwindelerregender Höhe direkt in die Tiefe blicken. Das nicht jedermanns Sache, denn obwohl die Glasplatten für ein vielfaches an Gewicht ausgelegt sind, traut sich nur etwa jeder dritte hierauf.

So konnten wir Toronto aus verschiedenen Perspektiven erleben und es hat uns sehr beeindruckt. Die Stadt wird uns sicher lange in guter Erinnerung bleiben. Und schließlich wartet morgen schon das nächste Highlight der Reise auf uns…

Weiter nach Toronto

Schweren Herzens haben wir heute Morgen unsere Unterkunft am Golden Lake verlassen und sind in Richtung Toronto aufgebrochen. Das Greystone am Golden Lake ist ein wunderschönes altes Haus mit mehr als freundlichem Personal, was uns jeden Wunsch erfüllt hat und äußerst zuvorkommend war. Die Zimmer waren großzügig und schön eingerichtet und das Frühstück einfach einmalig. Muffins und frisch gebackene Plätzchen gab es jeden Tag.

Unsere Fahrt nach Toronto verlief relativ zügig und reibungslos, so dass wir nach ca. 4 1/2 Stunden pünktlich zum Regen hier ankamen. Aber das kann uns ja bekanntlich schon lange nicht mehr davon abhalten, die Stadt zu erkunden. Und so machten wir uns zu einer ersten kleinen Entdeckungstour auf zum Castell Casa Loma. Dort angekommen ließ sich auch schon wieder die Sonne blicken.

Zum Abend hin noch eine Fahrt mit der Metro nach Downtown in den Financial District. Zwischen den vielen Hochhäusern kommt man sich schon ein wenig klein vor. Die Abendsonne tauchte die Glasfassaden in ein schönes Licht, so dass wir noch ein paar tolle Aufnahmen machen konnten.

Heute hat hier das alljährliche internatinale Film Festival begonnen. Dadurch ist natürlich noch mehr los als üblich. Auf den Straßen sind mehrere Bühnen mit Live-Musik und viele Essensstände aufgebaut. Zusätzlich hat man noch die Chance vielleicht den einen oder anderen Promi zu sehen…

Natur pur

Heute stand nach vielen Stadtbesichtigungen endlich auch ein Ausflug in Canadas atemberaubende Natur auf dem Programm. Es ging zum nahe gelegenen Algonquin Nationalpark, der älteste Naturpark Ontarios. Mit einer Fläche von ca. 7725 qkm ist er zwar nur etwa 30% größer als der Schwarzwald, aber innerhalb dieses Gebietes gibt es keine Ortschaften oder Wohngebiete. Einfach nur Natur pur: Laub- und Nadelwälder, Sümpfe, Flüsse und über 2400 Seen. Dazu Elche, Schwarzbären, Wölfe und mehr als 30.000 Biber. Und auch auf dem Weg dorthin fährt man schon durch riesige Waldgebiete und an sehr vielen Seen entlang. Und da der Herbst langsam beginnt, färben sich die ersten Bäume schon in gelb, orange und rot.

Im Park haben wir zwei kleinere Wanderungen unternommen. Eine davon führte uns an zwei großen Biberdämmen vorbei. Durch diese Dämme sind riesige Seen entstanden. Wenn man davor steht, sollte man nicht meinen, dass so kleine Tiere solche Wassermassen anstauen können. Nicht umsonst werden sie als Architekten der Landschaft bezeichnet. Der zweite Weg war etwas anspruchsvoller und brachte uns auf eine Klippe, von der wir einen wundschönen Blick auf den Rock Lake hatten.

Insgesamt war es wieder ein schöner Tag mit viel Sonnenschein und eine gelungene Abwechslung zu unserer bisherigen Reise…

Ottawa vom Wasser aus 

Nach dem Aufstehen ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster – die Sonne schien! Juchu!!!! Aus diesem Grund wollten wir noch eine Bootsfahrt auf dem Ottawa Fluss unternehmen, um noch ein paar schönere Eindrücke von der Stadt zu bekommen als gestern im Regen.

Die Tour begann an den sieben Schleusen, die den Kanal mit dem Fluss verbinden. Gerade als wir ankamen wurde ein Boot durchgeschleust. Alles noch wahre Handarbeit. Der Schleuser ist ca. 90Minuten damit beschäftigt die Tore zu öffnen, Wasser ein- bzw. auströmen zu lassen und die Tore wieder zu schließen.

Bei der Fahrt auf dem Fluss hatten wir viele schöne Ausblicke auf die Parlamentsgebäude, einige Botschaften verschiedener Länder, Wasserfälle und den französischen Stadtteil Gatineau. Die Tour hat uns sehr gut gefallen und auf jeden Fall für den gestrigen Regentag entschädigt.

Nach einem leckeren Kaffee mit süßen Teilchen,  setzten wir unsere Reise gen Westen fort. Unser heutiges Ziel: Der Golden Lake, ca. 80km südöstlich vom Algonquin Nationalpark, den wir morgen besuchen wollen.

Unsere Unterkunft ist in einem wunderschönen Haus direkt am See gelegen. Hier lässt es sich aushalten…

Alles wieder trocken?

Für einen Montagmorgen schien uns, bei Blick aus dem Fenster, erstaunlich WENIG Verkehr auf den Straßen Montréals zu sein. Zu unserer Freude hatte der Regen endlich eine Pause eingelegt, und die Sonne versuchte sich einen Weg durch die Wolken zu erkämpfen. Ein kurzer Stopp am Supermarkt brachte dann die Erklärung: Heute ist „Labour Day“ (Tag der Arbeit), ein Feiertag und die meisten Geschäfte bleiben geschlossen. Deshalb auch die Ruhe auf den Straßen.

Wir wollten vor dem Verlassen der Stadt noch einen kleinen Stopp beim Olympiapark einlegen, aber auch das entpuppte sich eher als kleine Enttäuschung, da auffgrund des Feiertags keine Führungen angeboten wurden, und die meisten Sportstätten geschlossen waren.

Dann auf Richtung Westen nach Ottawa, in die Hauptstadt Canadas. Durch den Ottawa Fluss getrennt, liegt ein Teil der Stadt noch im französischsprachigen Québec, der andere bereits im englischsprachigen Ontario.

Da wir nur eine Nacht hier in der Stadt bleiben, entschlossen wir uns zur schnelleren Erkundung eine Stadtrundfahrt mit dem Bus zu machen. Es handelte sich dabei natürlich um einen offenen Doppeldeckerbus. Kurz vor dem Start unserer Tour, (wir saßen selbstverständlich oben) verdunkelte sich der Himmel und die ersten Tropfen fielen. Kurz entschlossen kletterten wir ins Untergeschoss, wo man zwar nicht immer alles so gut sehen kann, aber wenigstens trocken und warm sitzt. Deshalb gibt es heute auch nicht so viele schönes Fotos.

Nachdem die erste Schauer vorbei war, klarte der Himmel auf, und wir wechselten wieder die Etage. Aber leider war die Trockenphase nicht von langer Dauer… Wie wir am Ende der Tour ausgesehen haben, müssen wir euch an dieser Stelle ja nicht weiter beschreiben.

Also erstmal nach Hause und unter die heiße Dusche. Zum Abendessen noch einmal raus in den Regen, sitzen wir gerade bei einem Thailänder und lassen es uns schmecken.

Morgen neuer Tag, neues Glück…

Montréal mal anders

Heute sind  wir bereits eine Woche unterwegs, aber von Langeweile überhaupt keine Spur. Da wir jeden Tag neue Dinge sehen und erleben, vergeht die Zeit wie im Fluge.

Leider wollte uns das Wetter heute einen Strich durch die Rechnung machen. Es hat den ganzen Tag ordentlich geregnet, so dass wir uns für unsere Besichtigung von Montréal etwas anderes überlegen mussten.

Die sog. Undergroundcity war heute unsere Rettung. Es handelt sich hierbei um ein riesiges Geflecht aus unterirdischen Passagen mit Shopping Malls, mehr  als 2000 Geschäften, 200 Restaurants, Hotels, Kinos, Theater und sogar einer Eisbahn. Es erstreckt sich über 33km und ist eine vollklimatisierte Glitzerwelt, in der das ganze Jahr 25Grad herrschen und man damit hier auch im Winter im T-Shirt rumlaufen kann. Sie ist an mehrere Metrostationen angeschlossen, die so untereinander verbunden sind.

Morgen hoffen wir wieder auf ein bisschen Sonnenschein, damit wir aus dem Untergrund an die Oberfläche auftauchen können, um unsere Fahrt Richtung Westen (Ottawa) fortzusetzen…

Sind das schon die Niagarafälle?

Heute Morgen Abschied aus Québec, aber bevor es Richtung Montréal weiterging, haben wir noch einen kurzen Abstecher zu den nahegelegenen Montmorency Wasserfällen gemacht. Der Himmel war blau, die Sonne schien und so hatten wir optimale Bedingungen für ein paar schöne Bilder. Wir waren schon früh da, bevor der große Ansturm so richtig los ging. Natürlich sind die Wasserfälle nicht so groß und beeindruckend wie die Niagarafälle. Aber es war schon mal ein guter Vorgeschmack. Ein kleiner Spaziergang führte uns zu einer Hängebrücke, unter der die tosenden Wassermassen in die Tiefe stürzten.

Nach diesem Ausflug ging es etwa 280 km westwärts nach Montréal. Die ersten 277 km verliefen zügig und reibungslos. Die letzten drei Kilometer kosteten uns aber leider fast noch einmal eine Stunde, weil scheinbar jeder in Montréal über die gleiche Brücke fahren wollte wie wir. Totales Verkehrschaos… Gut, dass wir die Lage des Hotels nach der Metroanbindung ausgesucht haben, so dass wir unser Auto für die weitere Zeit einfach stehen lassen können.

Heute Nachmittag sind wir mit der Metro noch in die Altstadt und zum Hafen gefahren, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Da Wochenende ist, scheint ganz Montréal auf den Beinen zu sein. Auf allen Straßen sind viele Menschen unterwegs. Bunte Stände mit Kunsthandwerk, Restaurants und Livemusik sorgen für lebhaftes Treiben in den Gassen der Altstadt.

Die Wetteraussichten für morgen sind leider wieder eher bescheiden mit hoher Regenwahrscheinlichkeit bei ca. 12 Grad. Mal sehen, was uns da einfällt…

Québec bei Tag und bei Nacht

Heute sind wir in Québec City und für 10:00 Uhr stand eine 2-stündige Altstadt-Führung auf dem Programm. Von unserer wirklich sehr schönen Unterkunft ist der Treffpunkt für die Führung in etwa 20 Minuten zu Fuß zu erreichen. Nach einem guten Frühstück mit Toast, Bagels, Käse, Schinken, Himbeermarmelade, viel frischem Obst und Orangensaft machten wir uns also auf zum Treffpunkt an der Touristeninformation. Typisch Deutsch waren wir überpünktlich 15 Minuten vorher und natürlich als erste da. Langsam trafen die anderen Teilnehmer ein und zum Schluss auch Judith, unsere Führerin.

Das Wetter wollte nicht so ganz mitspielen, denn es war bewölkt und mit ca. 12 Grad reichlich kalt. Judith behauptete, dass es in den Bergen letze Nacht schon geschneit hatte. Wenn das der Sommer in Québec ist, was ist dann im Winter? Aber wir ließen uns davon nicht die Laune verderben, denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Und Dank Jack sind wir da ja bestens ausgestattet.

Auf der Tour haben wir sehr viel über die Geschichte von Québec gelernt, für unseren Geschmack fast schon ein wenig zu viel… Trotzdem haben wir viele schöne Gebäude und Sträßchen zu sehen bekommen. Québec ist tatsächlich sehr europäisch, urgemütlich und hat eine wunderschöne Altstadt zum Bummeln und Verweilen, die uns teilweise ein wenig an Brügge erinnert. Auf dem Bild oben sieht man übrigens das Wahrzeichen von Québec: Château Frontenac.

Nach der Führung erkundeten wir die Stadt noch auf eigene Faust. Es gibt viele belebte Straßen mit originellen Geschäften und Restaurants. Abends wirkt alles noch einmal anders. Viele Gebäude sind schön beleuchtet und die Geschäfte lange geöffnet, so dass sich ein Besuch am Abend auf jeden Fall auch lohnt.

Morgen wollen wir uns hier in der Nähe noch die Montmorency Wasserfälle ansehen und dann nach Montréal weiterfahren. Die Prognosen sind sonnig bis 20 Grad… mal abwarten.