5:45Uhr klingelte heute bereits der Wecker, dann Waschen, Anziehen, Koffer packen und los…
7:00Uhr Frühstück, 7:30Uhr Abfahrt mit dem Bus zum Bahnhof.
Im Frühstücksraum herrschte reges Treiben, aber durch geschicktes Vorgehen hatten wir schnell unsere gewünschten Speisen. Dann auf ins Abenteuer Bahn…
Am Bahnhof angekommen, mussten wir erstmal unsere Tickets mit den Reisepässen vorzeigen. Dann folgte die Sichertskontrolle des Gepäcks, ähnlich wie am Flughafen. Dabei gab es schon den ersten Zwischenfall… Eine Dame aus unserer Gruppe musste ihren Koffer öffnen, weil sie ein Taschenmesser dabei hatte. Nach längeren Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal, blieb ihr nichts anderes übrig, als das Messer abzugeben. Seltsamerweise hatten auch alle anderen aus der Gruppe ein Messer im Koffer (uns eingeschlossen), aber diese wurden Gott sei Dank nicht eingesammelt.
Dann weiter die Rolltreppe hinauf, durch eine riesige Halle, hin zu unserem Warteraum Nr. 10 (es gibt insgesamt 14Sück). Von dort konnte man wiederum 4 verschiedene Gleise erreichen. So bekommt man vielleicht eine ungefähre Vorstellung davon, wie groß der Bahnhof ist. Unser Zug startete vom Gleis 17.
Nach einer letzten Kontrolle der Fahrkarten, konnten wir nun endlich aufs Gleis und in den Zug einsteigen. Wagen 13 Platz 10D und 10F waren für uns reserviert. Alle 12 Personen hatten ihre Plätze direkt zusammen.
Ohne Mo und seine Hilfe wären wir ziemlich überfordert gewesen, da bereits auf der Anzeigentafel am Eingang der Zielbahnhof nur in chinesischen Schriftzeichen angegeben ist. Er hat uns absolut professionell und unversehrt in den Zug gesetzt, und wir konnten unsere Reise fortsetzen. Auch die Debatte an der Sicherheitskontrolle war durch ihn relativ zügig erledigt.
Jetzt ging es erstmal 670km Richtung Süden nach Zhengzhou. Mit nur einem Zwischenstopp und konstant 300km/h kamen wir PÜNKTLICH nach 2St. 31Minuten dort an. Da kann die deutsche Bahn noch nicht ganz mithalten.
Am Bahnhof wurden wir von unserem neuen Reiseleiter Li bereits erwartet und in Empfang genommen.
Von dort ging es erstmal zum Mittagessen und dann weiter zum berühmten Shaolin Kloster, wo auch der Film „Shaolin“ mit Jet Lee gedreht wurde. Hierbei handelt es sich um ein buddhistisches Kloster, in dem Kungfu gelehrt wurde und bis heute noch Mönche leben und ausgebildet werden. Rund um dieses Kloster gibt es viele Kungfu Schulen, wo Kinder aus dem ganzen Land ab dem 6. Lebensjahr im Internat leben und unterrichtet werden. (Privatschulen) Die in China berühmteste dieser Schulen hat 30.000 Schüler.
Nach Besichtigung des Klosters gingen wir weiter zu einem sog. Pagodenpark, wo heute noch 243 Pagoden stehen, die teilweise bis zu 500 Jahre alt sind. Jede Pagode ist ein Grab von einem Mönch oder Abt aus dem Kloster. Es waren ursprünglich über 500 Stück.
Auf dem Weg zum Hotel bekamen wir die Nachricht, dass vor unserem Hotel eine große Baustelle ist und heute das Stromkabel durchtrennt wurde, d.h. kein Strom und damit auch kein Internet. Natürlich auch keine Klimaanlage und kein warmes Wasser. Duschen mit kaltemWasser bei Kerzenschein war auch für uns eine ganz neue Erfahrung.
Aber das Ganze hatteauch sein Gutes: Da wir Hotel eh nichts machen konnten, (Blog schreiben, Bilder nach Hause versenden etc.) drehten wir noch eine Runde ums Hotel durch die Fußgängerzone, wo wir an einem Straßenrand eine fantastische Suppe mit Nudeln und frischem Gemüse vor unseren Augen gekocht und gewürzt bekamen. Gemeinsam mit ein paar netten Leuten aus der Reisegruppe verbrachten wir hier einen schönen Abend…


















