Eine Reise in die Vergangenheit

Heute gab es beim Frühstück den ersten Luxusartikel: Philadelphia!!! Ein absolutes Qualitätsmerkmal in Best Western Hotels. 🤣 Das war bereits vor mehr als 15 Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert. Das klingt jetzt für euch mit Sicherheit seltsam, aber wenn dein Frühstück sonst aus Toast mit Erdbeermarmelade oder fetten Eiern mit Speck, Würstchen und Kartoffeln oder Waffeln, Muffins und Pancakes (mind. 2000 Kalorien) besteht, ist einfacher Frischkäse ein absolutes Highlight.

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Eisenbahn. Durango ist eine Stadt, wo bereits im späten 19. Jahrhundert eine Eisenbahnstrecke in die Mienenstadt Silverton gebaut wurde. Diese historische Dampflok ist heute noch im Betrieb und führte uns auf 72 Milen durch das Tal des San Juan Nationalparks. Interessanterweise saßen wir genau im Wagen „San Juan“.

Mit großem Spektakel, Musik, Ansagen, lautem Hupen und viel Dampf ging es los. Die Route führte die ganze Zeit entlang des Animas River, hinauf in die Berge und durch dichtbewaldete Regionen.

Dann plötzlich Felswände rechts und links des Zuges zum Anfassen nah. (teilweise weniger als 20cm entfernt) Dahinter öffnete sich der Canyon, und wir konnten mehr als 130m in die Tiefe auf den rauschenden Fluss blicken. Ein atemberaubender Moment!

Und ohne den ein oder anderen Blick auf verschneite Berghänge wäre die Fahrt natürlich nicht komplett gewesen. Mittlerweile könnte man glauben, wir machen Urlaub in Österreich oder der Schweiz.😜

In Silverton angekommen öffnete sich das Tal, und wir bekamen herrliche Ausblicke auf das umliegende Gebirge. Silverton ist eine typisch amerikanische Kleindtadt, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Sie befindet sich auf über 2800m und bietet ein paar kleine Geschäfte, Saloons und Restaurants für die anreisenden Touristen. Willkommen im wilden Westen! Wir hatten einen extrem guten Kaffee mit einem Bagel in einem historischen Hotel.

Kurz vor der Abfahrt zurück nach Durango fielen tatsächlich ein paar Schneeflocken aus der Luft. Wenn man sich die an die Seite geräumten Schneehügel anschaut, kann man sich gut vorstellen, wie es hier vor 4 Wochen noch ausgesehen haben muss. Auch ein Grund dafür, warum der Zug nur zwischen Mai und Oktober fährt.

Und wie sollte es anders sein, wenn Melanie mit der Bahn fährt, dann kann man was erleben… Auf der Rückfahrt nach Durango teilte man uns mit, dass es evtl. ein Problem an der Lok gäbe. An der Zwischensation in Rockwood ließen sie sicherheitshalber einen Mechaniker kommen, um die Sache zu überprüfen. Nach bereits 5 Minuten konnten wir unsere Fahrt problemlos fortsetzen.

Da wir uns nur schwer entscheiden konnten, welche Bilder wir euch heute zeigen, sind es „leider“ ein paar mehr geworden. Eine Reise in die Vergangenheit macht man schließlich nicht jeden Tag und will deshalb jeden Moment festhalten.

LG von den Weltenbummlern

Eine Antwort auf „Eine Reise in die Vergangenheit“

  1. Hallo ihr Lieben!
    Das sind ja wieder ganz tolle Bilder!
    Vielen Dank dass wir mitreisen dürfen!
    Es fehlten nur noch ein paar Indianer
    und Ganoven wie bei Karl May.
    Weiterhin eine gute Reise.
    Walburga und HP

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