Der zweite Nationalpark stand heute auf dem Tagesplan, und auch wenn uns das Wetter nicht ganz so wie in den letzten Tagen mit Sonne und 20iger Temperaturen verwöhnte und der Wind wieder ordentlich Fahrt aufnahm, machten wir uns auf nach Mesa Verde.
Mesa Verde bedeutet übersetzt „grüne Tafel“. Der Name passt, denn der Nationalpark liegt auf einer dicht bewaldeten, grünen Hochebene.
Er ist wohl der kulturhistorisch bedeutsamste Nationalpark der USA und gibt einen tiefen Einblick in das Leben und die Kultur der Anasazi-Indianer. Sie lebten von ca. 800 – 1300 n.Chr. in dieser Region. Im Schutz der Klippen schufen sie ihre Häuser, die Cliff Dwellings (Klippenhäuser). Ab etwa 1300 wanderten die Anasazi aus bisher ungeklärten Gründen nach Süden ab und ließen alles zurück, was sie geschaffen hatten. Heute kann man rund 4.000 archäologische Stätten bestaunen, von denen die Klippenhäuser die beeindruckensten sind. Das Gebiet ist mit mehr als 200 Quadratkilometern riesig,
Zum ersten Mal mussten wir die Erfahrung machen, dass wir unsere Tour ein paar Tage zu früh geplant haben. Leider beginnen die geführten Touren im Mesa Verde erst ab dem 14. Mai (heute ist der 11.Mai), aber alleine auf Entdeckungsreise zu gehen sind wir ja gewohnt. Vorteil des frühen Termins war, dass noch sehr wenige Besucher unterwegs waren.
Auf den ersten 10 km im Nationalpark ging es mit einigen Serpentinen auf die Hochebene hinauf. An den Seiten immer wieder einige sehr schöne Aussichtspunkte. Am höchsten Punkt im Park befindet man sich auf 2613m Höhe. Hier steht eine Feuerstation wovon man aus in alle Himmelrichtungen nach Bränden Ausschau halten kann, was in den Sommermomaten bei extremer Hitze und Trockenheit leider häufiger vorkommt. Die Auswirkungen davon waren noch überall zu sehen, wodurch einige Bereiche des Parks abgesperrt waren.
Zuerst begaben wir uns auf eine kleine Wanderung von 4km Länge. Da wir ja bekannterweise Steine lieben, war es ein großer Spaß über Stock und Stein zu Laufen und auf den ein oder anderen Felsen zu klettern. Immer wieder ergaben sich faszinierende Ausblicke in den Canyon. Auf den Bildern ist die Tiefe nur zu erahnen. Beim Höhepunkt des Weges konnten wir alte Felsgravouren von den Indianern entdecken. Mittlerweile war auch die Sonne wieder zu sehen und begleitete uns auf unserem Weg.
Da wir – wie bereits zu Beginn erwähnt – die geführten Rangertouren nicht machen konnten, waren die Klippenhäuser für uns nur aus der Ferne zu bestaunen. Allein dabei war schon die Größe und die tiefe Lage in den Felsen beeindruckend, so das wir uns vorstellen können wie spannend erst der tatsächliche Besuch der Wohnungen sein muss. Ein Grund mehr nochmal wieder zu kommen.
Unser nächster Stop in Cortez lag weniger als 20km vom Parkeingang entfernt, so dass glücklicherweise nach dem heutigen Ausflug keine lange Fahrt mehr notwendig war.
LG von den Weltenbummlern

























































Hallöchen, Ihr macht ja spektakuläre Touren!
Es sieht ja manchmal recht gefährlich aus!
Ich wünsche Euch noch viele interessante Urlaubstage.
Liebe Grüße
Walburga
Hallihallöchen!
Das sieht gefährlicher aus als ist. Ist nur spektakulär fotografiert 😂😉
LG von den Weltenbummlern