Washington bei Nacht

Es ist 23:39 Uhr und wir kommen gerade von unserer heutigen Tour zurück. Wir waren den ganzen Tag mit so einem Hop On Hop Off Bus in der Stadt unterwegs. Natürlich nicht ohne einen kleinen Regenschauer, weswegen wir zwischenzeitlich mal wieder kurz zu Minions geworden sind. Bei der Tour haben wir unter anderem die Library of Congress besichtigt, die FBI Zentrale, das Theater, in dem Lincoln erschossen wurde und viele weitere Monumente gesehen.

Aber das Highlight des Tages war die Nacht-Tour mit dem Bus. Die ist kurz vor Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr gestartet und hat fast 3,5 Stunden gedauert. Diese Tour hat sich wirklich gelohnt, weil wir einen tollen Guide hatten, der viele sehr interessante Dinge erzählt hat. Zudem sind wir an einigen Stationen ausgestiegen und haben dort mit dem Guide zusammen die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten besucht.

Wir waren gestern schon begeistert von den vielen Gedenkstätten, aber heute sind wir absolut überwältigt. Es fällt uns schwer, das in Worte zu fassen, man muss es einfach erlebt haben. Einige dieser Stellen haben wir zwar gestern schon gesehen, oder zumindest gestreift, aber die Begeisterung kam teilweise erst heute, mit den passenden Erklärungen. So hätten wir uns gestern nicht vorstellen können, dass uns ein Denkmal zum Vietnam- oder Koreakrieg überhaupt interessieren könnte. Aber es sind nicht einfach nur Statuen, die irgendwo rumstehen, sondern Arrangements, die sich teilweise über mehrere hundert Quadratmeter erstrecken, die man sich erst einmal erlaufen muss. Ausserden gibt es sehr viele Details, die man so auf den ersten Blick gar nicht sieht und erst mit weiteren Erklärungen entdeckt.

Nach diesen vielen tollen und interessanten Eindrücken, die wir so gar nicht alle vermitteln können, gehen wir jetzt schlafen und sind gespannt auf morgen…

Plattfüße in Washington

Heute ging es vom Battlefield in Gettysburg direkt in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, nach Washington DC. Dort angekommen machten wir uns erst mal schlau, wie das hier mit der Metro funktioniert. Es ist eigentlich immer das gleiche, wenn man neu in einer Stadt ist. Wo ist die nächste Station? Wohin will man eigentlich fahren? Und am wichtigsten, wie funktioniert das mit den Fahrkarten? Die beiden ersten Punkte waren schnell geklärt, Punkt drei ergab sich relativ zügig am Fahrkartenautomaten. Man gibt einfach ein, dass man zwei Fahrkarten braucht, schiebt die Kreditkarte ein und man bekommt zwei Plastikkarten auf denen ein Guthaben gespeichert ist. Die Karte hält man beim Betreten und Verlassen der Station einfach an ein Lesegerät und der Fahrpreis wird abgebucht. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann man am Automaten wieder neues aufladen. Wäre das in Köln doch auch mal so einfach…

Ausgestiegen sind wir am Weißen Haus. Leider kann man heute keine Besichtigungen mehr machen. Das wurde aus Sicherheitsgründen nach dem 11. September 2001 eingestellt. Also haben wir nur ein paar Fotos vom Zaun aus gemacht. Wenn man davor steht, kommt es einem gar nicht so groß vor. Aber das kann auch täuschen, weil man nicht so richtig nah rankommt. Weiter ging es von dort erst mal in westliche Richtung zum Abraham Lincoln Monument. Auf dem Weg dahin habe ich Albert Einstein noch mal kurz erklärt, wie das mit der Relativitätstheorie ist (siehe Foto).

Das Lincoln Monument ist wirklich beeindruckend groß und von dort hat man einen fantastischen Blick auf das Washington Monument (der große Obelisk) bis zum Capitol. Jeder kennt das sicher alles aus dem Fernsehen, aber wenn man noch nicht da war, hat man einfach keine Vorstellung davon, wie groß die Bauwerke sind und welche Entfernungen dazwischen liegen. Als wir dann noch bis zum Capitol Hill gelaufen sind, qualmten uns die Socken. Denn bis dahin waren wir insgesamt schon fast 7 km zu Fuß unterwegs. Mit der Metro ab Union Square (Hauptbahnhof) sind wir wieder zurückgefahren. Als Belohnung gab es Fajitas beim Mexikaner…

Zimmer mit Ausblick

Heute Morgen ging unsere Reise weiter von Toronto zu den Niagarafällen. Eigentlich eine kurze Etappe von 130km, aber wir erwarteten viel Verkehr, weil vermutlich viele an einem Samstagmorgen hierher unterwegs sind. So machten wir uns kurz nach dem Frühstück auf den Weg. Wir kamen überraschend gut durch und die Fahrt dauerte gerade mal 90 Minuten. So waren wir eigentlich viel zu früh am Hotel, aber wir hatten Glück und unser Zimmer war schon fertig zum Einchecken. Mit großer Spannung öffneten wir die Türe zu unserer Zimmer in der 15. und damit obersten Etage des Hotels. Aus dem Fenster dann ein wahnsinniger Ausblick: direkt auf den kanadischen Teil der Niagarafälle! Erwartungen übertroffen!!! Bevor wir irgendetwas anderes machen konnten, haben wir uns auf die Bettkante gesetzt und eine ganze Weile staunend aus dem Fenster geguckt.

Später sind wir dann noch einmal losgezogen, um die Wasserfälle von Nahem zu betrachten. Da der Niagara Fluss durch eine größere Insel aufgeteilt wird, sieht man einmal die ca. 260 Meter breiten amerikanischen und auf der anderen Seite die hufeisenförmigen über 600 Meter breiten kanadischen Wasserfälle. Einfach gigantisch! Die Wassermassen stürzen mit lautem Getose 57 Meter in die Tiefe, und die aufsteigende Gicht spritzt mehr als um das Doppelte wieder in die Höhe. So kann man je nach Wind auch oben am Ufer noch gut nass werden.

Jetzt, wo wir den Beitrag schreiben, sitzen wir wieder auf dem Bett und schauen auf die nächtlich beleuchteten Wasserfälle…

Grandiose Aussichten

Hättet ihr gewusst, dass Toronto die viertgrößte Stadt in Nordamerika ist? Wir jedenfalls nicht… bis heute. Größer sind nur México City, New York City und Los Angeles. Toronto liegt direkt am Lake Ontario, dem flächenmäßig kleinsten der fünf großen Seen (Lake Superior, Michigan, Huron, Erie und Ontario). Was liegt also näher, als noch einmal eine Bootsfahrt zu machen. Wenn man zwischen den Wolkenkratzern her läuft, ist das schon beeindruckend. Aber vom Wasser aus ist die Skyline noch einmal so imposant.

Besonders sticht natürlich der CN Tower von überal hervor. Mit über 553 Metern Höhe war der 1976 eröffnete Turm lange Zeit das höchste freistehende Gebäude der Erde. Erst 2007 wurde das Bauwerk durch den Bau des Burj Khalifa in Dubai abgelöst. Eine Besichtigung der Aussichtsplattform des Towers konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Mit einem gläsernen Außenaufzug ging es in unter 20 Sekunden auf die erste Aussichtsplattform in über 350 Metern Höhe. Dort erwartete uns eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt und die Umgebung. Stellenweise kann man sogar über einen Glasboden laufen und dabei aus schwindelerregender Höhe direkt in die Tiefe blicken. Das nicht jedermanns Sache, denn obwohl die Glasplatten für ein vielfaches an Gewicht ausgelegt sind, traut sich nur etwa jeder dritte hierauf.

So konnten wir Toronto aus verschiedenen Perspektiven erleben und es hat uns sehr beeindruckt. Die Stadt wird uns sicher lange in guter Erinnerung bleiben. Und schließlich wartet morgen schon das nächste Highlight der Reise auf uns…

Natur pur

Heute stand nach vielen Stadtbesichtigungen endlich auch ein Ausflug in Canadas atemberaubende Natur auf dem Programm. Es ging zum nahe gelegenen Algonquin Nationalpark, der älteste Naturpark Ontarios. Mit einer Fläche von ca. 7725 qkm ist er zwar nur etwa 30% größer als der Schwarzwald, aber innerhalb dieses Gebietes gibt es keine Ortschaften oder Wohngebiete. Einfach nur Natur pur: Laub- und Nadelwälder, Sümpfe, Flüsse und über 2400 Seen. Dazu Elche, Schwarzbären, Wölfe und mehr als 30.000 Biber. Und auch auf dem Weg dorthin fährt man schon durch riesige Waldgebiete und an sehr vielen Seen entlang. Und da der Herbst langsam beginnt, färben sich die ersten Bäume schon in gelb, orange und rot.

Im Park haben wir zwei kleinere Wanderungen unternommen. Eine davon führte uns an zwei großen Biberdämmen vorbei. Durch diese Dämme sind riesige Seen entstanden. Wenn man davor steht, sollte man nicht meinen, dass so kleine Tiere solche Wassermassen anstauen können. Nicht umsonst werden sie als Architekten der Landschaft bezeichnet. Der zweite Weg war etwas anspruchsvoller und brachte uns auf eine Klippe, von der wir einen wundschönen Blick auf den Rock Lake hatten.

Insgesamt war es wieder ein schöner Tag mit viel Sonnenschein und eine gelungene Abwechslung zu unserer bisherigen Reise…

Sind das schon die Niagarafälle?

Heute Morgen Abschied aus Québec, aber bevor es Richtung Montréal weiterging, haben wir noch einen kurzen Abstecher zu den nahegelegenen Montmorency Wasserfällen gemacht. Der Himmel war blau, die Sonne schien und so hatten wir optimale Bedingungen für ein paar schöne Bilder. Wir waren schon früh da, bevor der große Ansturm so richtig los ging. Natürlich sind die Wasserfälle nicht so groß und beeindruckend wie die Niagarafälle. Aber es war schon mal ein guter Vorgeschmack. Ein kleiner Spaziergang führte uns zu einer Hängebrücke, unter der die tosenden Wassermassen in die Tiefe stürzten.

Nach diesem Ausflug ging es etwa 280 km westwärts nach Montréal. Die ersten 277 km verliefen zügig und reibungslos. Die letzten drei Kilometer kosteten uns aber leider fast noch einmal eine Stunde, weil scheinbar jeder in Montréal über die gleiche Brücke fahren wollte wie wir. Totales Verkehrschaos… Gut, dass wir die Lage des Hotels nach der Metroanbindung ausgesucht haben, so dass wir unser Auto für die weitere Zeit einfach stehen lassen können.

Heute Nachmittag sind wir mit der Metro noch in die Altstadt und zum Hafen gefahren, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Da Wochenende ist, scheint ganz Montréal auf den Beinen zu sein. Auf allen Straßen sind viele Menschen unterwegs. Bunte Stände mit Kunsthandwerk, Restaurants und Livemusik sorgen für lebhaftes Treiben in den Gassen der Altstadt.

Die Wetteraussichten für morgen sind leider wieder eher bescheiden mit hoher Regenwahrscheinlichkeit bei ca. 12 Grad. Mal sehen, was uns da einfällt…

Québec bei Tag und bei Nacht

Heute sind wir in Québec City und für 10:00 Uhr stand eine 2-stündige Altstadt-Führung auf dem Programm. Von unserer wirklich sehr schönen Unterkunft ist der Treffpunkt für die Führung in etwa 20 Minuten zu Fuß zu erreichen. Nach einem guten Frühstück mit Toast, Bagels, Käse, Schinken, Himbeermarmelade, viel frischem Obst und Orangensaft machten wir uns also auf zum Treffpunkt an der Touristeninformation. Typisch Deutsch waren wir überpünktlich 15 Minuten vorher und natürlich als erste da. Langsam trafen die anderen Teilnehmer ein und zum Schluss auch Judith, unsere Führerin.

Das Wetter wollte nicht so ganz mitspielen, denn es war bewölkt und mit ca. 12 Grad reichlich kalt. Judith behauptete, dass es in den Bergen letze Nacht schon geschneit hatte. Wenn das der Sommer in Québec ist, was ist dann im Winter? Aber wir ließen uns davon nicht die Laune verderben, denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Und Dank Jack sind wir da ja bestens ausgestattet.

Auf der Tour haben wir sehr viel über die Geschichte von Québec gelernt, für unseren Geschmack fast schon ein wenig zu viel… Trotzdem haben wir viele schöne Gebäude und Sträßchen zu sehen bekommen. Québec ist tatsächlich sehr europäisch, urgemütlich und hat eine wunderschöne Altstadt zum Bummeln und Verweilen, die uns teilweise ein wenig an Brügge erinnert. Auf dem Bild oben sieht man übrigens das Wahrzeichen von Québec: Château Frontenac.

Nach der Führung erkundeten wir die Stadt noch auf eigene Faust. Es gibt viele belebte Straßen mit originellen Geschäften und Restaurants. Abends wirkt alles noch einmal anders. Viele Gebäude sind schön beleuchtet und die Geschäfte lange geöffnet, so dass sich ein Besuch am Abend auf jeden Fall auch lohnt.

Morgen wollen wir uns hier in der Nähe noch die Montmorency Wasserfälle ansehen und dann nach Montréal weiterfahren. Die Prognosen sind sonnig bis 20 Grad… mal abwarten.

Hogwarts, oder was?

Heute morgen haben wir Boston verlassen. Leider muss ich sagen, denn die Stadt hat uns sehr gut gefallen und wir werden sicher irgendwann noch einmal wiederkommen. Vor der Weiterfahrt in die White Mountains in New Hampshire haben wir uns entschieden, noch einen Abstecher nach Cambridge zur Harvard University zu machen. Das ist von Boston nur ein Katzensprung, ca. 20 Minuten entfernt. Viel schwieriger ist es eigentlich dort einen Parkplatz zu finden, aber das ist eine andere Geschichte…

Endlich am Harvard Square angekommen, sprach uns eine nette junge Dame an, ob wir denn schon etwas geplant und nicht Lust auf eine Führung über den Campus hätten. Zufällig würde sie gleich in zein Minuten eine Tour starten. Das passte uns sehr gut, also kauften wir schnell noch zwei Tickets und schossen uns der kleinen Gruppe an. Die junge Dame hieß Melissa und hatte gerade im Mai Ihren Harvard-Abschluss gemacht. Sie kannte sich also bestens auf dem Campus aus und konnte uns viele interessante Informationen geben und auch einige lustige Geschichten erzählen. So erfuhren wir beispielsweise, dass viele bekannte Persönlichkeiten in Harvard gewesen sind, wenn auch nicht immer erfolgreich. So gehörten mehrere Präsidenten wie zum Beispiel John F. Kennedy zu den erfolgreichen Harvard-Absolventen. Während Bill Gates und Marc Zuccerberg zu den berühmtesten Rausschmissen zählen.

Der Campus erstreckt sich über viele Gebäude. Besonders interessant fanden wir die Bibliothek, die die größte der Welt ist und bereits mehrfach erweitert wurde. Da das Gebäude aber bestimmten vertraglichen Bedingungen unterliegt und äußerlich nicht verändert werden darf, ist es inzwischen unterirdisch um fünf Etagen erweitert worden. Wenn man alle Regale aneinanderreiht, hätten sie wohl eine Länge von über 80km. Ein anderes Gebäude erinnert äußerlich an eine große Kirche mit Turm und typischen Kirchenfenstern. Darin befindet sich die Mensa, die wegen der hohen Decken, den Fenstern und Kronleuchtern tatsächlich große Änhlichkeit mit der großen Halle in Hogwarts (für Muggel: Schule von Harry Potter) hat.

Nach dieser sehr kurzweiligen und spannenden Tour haben wir noch eine kleine Stärkung eingenommen: belgische Waffeln frisch zubereitet von einem freundlichen Asiaten in einem kleinen amerikanischen Coffee-Shop. Verrückt, aber sehr lecker!

Inzwischen sind wir in unserem Hotel in den White Mountains angekommen: The Christmas Farm Inn & Spa. Der Name ist Programm, so ist selbst im August hier noch die eine ode andere Weihnachsbeleuchtung an. Morgen geht es dann schon wieder weiter nach Québec, Kanada.

P.S.: Bilder von „Hogwarts“ kommen später, denn hier beim Christkind ist das Internet nicht so schnell…

Nachtrag: Internet geht jetzt wieder beim Christkind. Der Hausmeister war froh, dass er mit so einem IT-Guy sprechen konnte. 😉

Endlich Wale!

Wir haben schon viele Waltouren gemacht, bei Neu Fundland, in Südafrika und sogar vor Teneriffa. Wir haben auch schon Wale gesehen, aber meistens nur kleinere, oder nur den Rücken ganz kurz oder einmal von der Aida aus vor der Küste Grönlands in weiter Ferne den Blas (so nennt man die Wasserfontaine, die der Wal auspustet, wenn er an die Oberfläche kommt). Zwei Punkte sind aus unserer Erfahrung immer die gleichen: Erstens, man bekommt nie so einen tollen Moment zu sehen, wo der Wal kurz vor dem Abtauchen mit seiner Heckflosse scheinbar wie zum Abschied noch mal winkt. Zweitens, auf einem Boot wird es immer kalt.

Wegen der Erfahrung wollte ich eigentlich gar keine Waltour mehr machen. Aber die tollen Bilder, die von Boston Harbour Cruises in den letzten Wochen fast täglich im Internet eingestellt wurden, haben mich dann doch überzeugt eine Tour zu buchen. So standen wir dann heute wieder am Pier und warteten darauf, endlich aufs Boot zu kommen. Natürlich nicht ohne windschützende Trekkinghosen und – noch viel wichtiger – dicke Multifunktionsjacken. Da die Sonne nicht so doll schien, wurden wir heute vielleicht nicht ganz so von denen belächelt, die auf so eine Tour mit kurzer Hose, T-Shirt und Flip-Flops gehen. Wenn das Boot dann aber einmal fährt, schlägt der anfängliche Spott meistens schnell in Neid um…

Wir waren bereits seit über 90 Minuten unterwegs und eigentlich davon überzeugt, dass wir wohl auch dieses mal wieder keine Wale zu sehen bekommen werden, als wir plötzlich vor uns Blas sahen! Da waren tatsächlich Wale unterwegs und wir sind richtig nah ran gekommen. Dieses mal waren es sogar große Wale, die in Gruppen von zwei bis vier immer wieder vor uns auftauchten. Und tatsächlich wurde heute die eingangs erwähnte Regel Nummer Eins widerlegt! Die Wale haben beim Abtauchen immer noch einmal mit der Heckflosse gewunken. Ich konnte mit dem Tele ein paar tolle Aufnahmen davon machen. Zwar mit Abzügen in der B-Note, weil die Sonne nicht so mitgespielt hat, aber es hat sich gelohnt. Es gibt fürs erste nur ein paar Handybilder, die vielleicht nicht so spektakulär sind, aber die anderen liefere ich nach, wenn wir wieder zu Hause sind. Versprochen!

Nach der Waltour sind wir noch ein wenig an den Hafenbecken entlang spaziert und haben uns einen Kaffee bei Starbucks gegönnt. Anschließend sind wir noch durch den Financial District und ChinaTown zurück zur Metro gelaufen. Alles interessante Orte, wo sich immer wieder schöne Fotomotive ergeben.

Morgen werden wir noch zur Harvard University fahren und Boston in Richtung White Mountains verlassen…

Wo ist die Mayflower?

Nach einem Kaffee, Tee und Muffins haben wir unser schönes Motel in Sandwich heute morgen verlassen und erst mal einen Supermarkt aufgesucht. Dort haben wir uns noch ein paar Bagels gekauft und sind zum Strand gefahren. So hatten wir dann Bagels zum Frühstück am Strand. Auch schön…

Danach machten wir uns auf in Richtung Boston. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Stopp in Plymouth eingelegt. Dort kann man ein Stück Amerikanischer Geschichte hautnah erleben. Denn hier ist 1640 die Mayflower mit 104 Pilgern an Bord gelandet. Eigentlich sollte das Schiff nach Virginia reisen, aber stattdessen ist die Mayflower hier in Plymouth etwa 800 km weiter nördlich gelandet. Weil die Strapazen der Reise auf See wohl nicht ohne Verluste abgelaufen sind, hatte man sich damals dafür entschieden einfach hier zu bleiben und eine neue Siedlung zu gründen.

In Plymouth kann man einige Denkmäler zur Erinnerung an die ersten Siedler besichtigen. Und als besonderes Highlight liegt dort ein maßstabgetreuer Nachbau der Mayflower im Hafen. Also haben wir uns auf zum Hafen gemacht, um die Mayflower II zu sehen. Da wir das Schiff nicht sofort finden konnten, haben wir uns schon gewundert. So ein großes Schiff kann doch eigentlich nicht zu übersehen sein, oder doch??? Nein, kann es nicht! Schließlich haben wir die Stelle gefunden, wo das Schiff normalerweise liegt. Dort gibt es eine Ausstellung und da haben wir dann ein Plakat entdeckt, auf dem des Rätsels Lösung zu lesen steht: die Mayflower II ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und liegt jetzt wegen dringender Reparaturarbeitem bis voraussichtlich 2019 im Trockendock, damit sie dann für die 400-Jahrfeier 2020 in neuem Glanz erstrahlen kann.

Tja, dann werden wir wohl noch mal wieder kommen müssen…

Hoppla, Queensboro Bridge…

Heute haben wir unsere erste Etappe von New York nach Cape Cod, eine Halbinsel südlich von Boston zurückgelegt. Wir wollten dabei New York eigentlich auf dem schnellsten Weg vom Flughafen-Hotel verlassen und Manhattan „links liegen“ lassen. Aber irgendwie habe ich mich in Queens falsch links eingeordnet und schon waren wir auf direktem Weg zur Queensboro Bridge rüber nach Manhattan. So konnten wir noch ein paar Bilder von Manhattan aus dem Auto machen. Zum Glück war heute Sonntag und der Verkehr einigermaßen gemäßigt, so dass der kleine Umweg nicht viel Zeit gekostet hat.

Auf dem Weg haben wir die Bundesstaaten Conneticut und Rhode Island durchquert. Das Ziel liegt jedoch in dem Bundesstaat, den vermutlich kein Mensch aussprechen kann, ohne sich zu verhaspeln: Massachusetts. Dieser gehört zu den sogenannten Neu-England-Staaten. Wenn man hier ist, weiß man warum. Hier stehen überwiegend einzelne Holzhäuser, mit bunt blühenden Bumengärten, langen Einfahrten und schön geschriebenen Schildern für die Geschäfte. Unser Motel besteht auch aus mehreren dieser süßen Häuschen.

Am Abend sind wir zum Essen noch bis nach Provincetown gefahren. Das liegt ganz am Ende der Halbinsel, aber der Weg dorthin lohnt sich. Man ist direkt am Meer und in den Stäßchen mit den vielen Geschäften, Restaurants und diversen öffentlichen Einrichtungen herrscht immer ein buntes Treiben. Gegessen haben wir in einem Restaurant direkt am Strand. Es gab fangfrischen Schwertfisch und Pasta mit Pesto und Schimps. Lecker!

Morgen geht es dann weiter nach Boston.

Bahnfahrt mit gewissen Extras

Nach einer „fast reibungslosen“ Bahnfahrt zum Frankfurter Flughafen, sind wir jetzt bereits durch die Sicherheitskontrolle und genießen noch einen lecken Kaffee vor dem Abflug.

Die deutsche Bahn hatte als besonderen Service eine kostenlose Saunafahrt von Langerwehe nach Köln für uns gebucht. Außerdem noch Fitnessprogramm im Hauptbahnhof mit defekter Rolltreppe. Als Bonbon gab es dafür im ICE einen Sitzplatz und ein kostenloses Eis.
Jetzt freuen wir uns auf unsere Reise und sind gespannt, was uns über dem großen Teich erwartet.

Der Countdown beginnt 16:25 Uhr (Boarding) mit geplantem Abflug um 17:10 Uhr. Das Wetter sieht bisher gut aus, so dass wir auf einen ruhigen und entspannten Flug hoffen.

Reiseroute steht fest

Die Route für unsere Tour durch den Osten der USA und Kanadas steht fest. Ausgangspunkt für unsere Mietwagen-Rundreise ist New York City. Von dort geht es zunächst über Boston durch Neu England nach Québec, Kanada. In Kanada geht es weiter über die Metropolen Montreal, Ottawa und Toronto bis zu den Niagara Fällen. Dort verlassen wir Kanada wieder und reisen über das geschichtsträchtige Gettysburg runter bis nach Washington D. C. (District of Columbia) und Philadelphia. Philadelphia ist das Ende unserer Reise, von dort geht es direkt zum John F. Kennedy Flughafen in New York.

Wir haben uns dieses Mal dafür entschieden, schon alle Unterkünfte im Vorfeld zu buchen, auch wenn meistens vor Ort auch spontan noch etwas zu bekommen sein sollte. Für die größeren Städte und speziell am Wochenende ist es aber grundsätzlich empfohlen, mindestens eine Woche vorher zu reservieren, sonst kann es passieren, dass man doch ein wenig ausserhalb etwas suchen muss, oder nur noch zu horrenden Preisen eine Abstellkammer bekommt. Und wir wollen dieses mal nicht die Abende damit verbringen im Hotel die Unterkunft für die nächsten Tage rauszusuchen.

Die geplante Gesamtstrecke liegt bei etwa 3300 km in 22 Tagen, wobei sicher noch einige Kilometer für zusätzliche Abstecher und Ausflüge dazu kommen. Die längste Etappe beträgt fast 400 km, aber es gibt genug Stationen, wo wir mehrere Nächte bleiben, so dass trotzdem genug Zeit für Stadtbummel, kleine Spaziergänge oder Bootsausflüge bleiben wird. So haben wir beispielsweise auch schon eine Whale Watching Tour in Boston, eine Altstadtführung in Québec und als besonderes Highlight einen Ausflug an den Niagarafällen mit Bootsfahrt auf der „Maid of the Mist“ direkt an den Wasserfällen und Blick auf die Wasserfälle aus der Panorama-Perspektive vom Skylon Tower gebucht…

Reisegenehmigung erteilt

Gestern habe ich die Genehmigung zur Reise in die USA beantragt. Der ESTA-Antrag. Es ist schon immer recht aufwändig alle Fragen zu beantworten und alle erforderlichen Informationen in das Formular einzutragen. Aber ohne den ESTA-Antrag darf man gar nicht erst auf die Reise nach USA gehen. Dafür ging die Bearbeitung der Anträge schnell, die Autorisierung liegt heute schon vor. Man bekommt über die Genehmigung übrigens keine automatische Benachrichtigung per Email. Man muss selbst von Zeit zu Zeit den Bearbeitungsstatus auf der ESTA-Seite überprüfen. Und trotz genehmigtem ESTA-Antrag kann der Zollbeamte die Einreise letztendlich immer noch verweigern, aber bisher hatten wir da noch nie Probleme.

Neu beim ESTA-Antrag ist die Frage nach Social Media Accounts. Ich hatte davon schon im Radio gehört. Glücklicherweise sind die Angaben derzeit noch optional. Was wäre wenn man keinen Facebook-Account hat, die Angabe aber verpflichtend ist?

Für die Reise nach Kanada benötigt man seit 2016 eine ähnliche Genehmigung. Da heißt das ETA. Im Reiseführer (Reise Know How Kanada Osten USA Nordosten) bin ich darauf gestoßen, dass man den Antrag aber nicht benötigt, wenn man mit dem Auto aus USA nach Kanada einreist. Ein Check der Website für den ETA-Antrag hat das bestätigt, so dass wir jetzt alle erforderlichen Formalitäten für unsere Reise erledigt haben.

Hallo Welt!

Willkommen auf meinem Blog! Ich habe eben zum ersten mal WordPress auf meinem Server eingerichtet, um meinen Reise-Blog zu starten. Demnächst habt ihr die Möglichkeit uns hier bei unseren Reisen virtuell zu begleiten.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für die nächste große Tour. Dieses mal drei Wochen USA und Canada Ostküste. Flüge und Mietwagen sind gebucht, die Route ist auch schon grob abgesteckt. Alles weitere in Kürze…

Impressionen vom DragDay 2017

Heute war ich mit meinem Freund und seiner Tochter auf dem Flugfeld Meinerzhagen zum DragDay. Die Vorfreude auf das Event war groß und wir wurden nicht enttäuscht. Das Wetter war fantastisch. Die Menge an Besuchern, die ihre Muscle Cars zeigten und an den Viertelmeilen-Rennen teilnahmen war riesig. Insgesamt ein lohnendes Event, an dem wir sicher nicht zum letzen Mal teilgenommen haben.