Von Tempeln und Moscheen

Heute konnten wir ein wenig länger schlafen, Abfahrt war erst um 09:00 Uhr vom Hotel. Das Frühstück ist hier übrigens wesentlich besser, man bekommt beispielsweise auch Eier in allen Variationen, ein wenig Wurst und sogar Käse in der für Asien typischen Würfel- oder Pommes-Form. Auch Müsli, Milch, Joghurt und frisches Obst fehlen hier nicht, also eigentlich eine gute Auswahl. Reis und Nudeln sind in Asien ja eh normal, aber für uns Europäer immer noch eher ungewöhnlich zum Frühstück.

Frisch gestärkt ging es dann erst mal los zur großen Wildganspagode. Dabei handelt es sich um eine siebenstöckige und 64m hohe Pagode, die in einer schönen großen buddhistischen Tempelanlage steht. Den Tempel hat 648 der dritte Kaiser der Tang-Dynastie zu Ehren seiner Mutter erbauen lassen, als sie gestorben ist. Es ist der Tempel der Gnade und Barmherzigkeit.

Einer der Mönche ist nach Indien gepilgert, um die Lehren des Buddhismus zu studieren und hat nach seiner Rückkehr über 700 Schriften ins chinesische übersetzt. Daraufhin ließ der Kaiser 652 die Pagode errichten, die als Bibliothek dienen sollte.

Die gesamte Anlage ist leider mehrfach zerstört worden, aber heute sehr restauriert. Man sieht verschiedene Gebeetshallen mit unterschiedlichen Buddhafiguren. Der Besuch dieses Tempels hat uns sehr an Thailand erinnert.

Am Nachmittag haben wir dann auch noch die große Moschee besucht und waren sehr überrascht, als wir dort ankamen. Sie sieht völlig anders aus, als alle Moscheen, die wir sonst kennen. Es gibt zwar ein Minarett und auch eine große Gebetshalle, aber alles ist im chinesischen Baustil. Das Minarett hat die Form eines Pavillons und überhaupt sieht alles mehr wie ein Tempel aus, weil der damalige Kaiser das beim Bau der Moschee so angeordnet hat.

Am Abend sind wir noch einmal alleine losgezogen und durch einen großen Park gelaufen. Dabei haben wir viele Menschen gesehen, die zusammen Sport machen. Auch die Straßen sind am Abend voller Menschen, die sich auf zentralen Plätzen treffen um gemeinsam zu essen, zu tanzen und sich zu unterhalten. Die Leute sind alle sehr freundlich und man ist überall herzlich willkommen, auch wenn wir als „Langnasen“ für die Menschen hier exotisch wirken und auch mal gerne heimlich fotografiert werden. 🙂

Morgen geht es mit dem Flieger in die Stadt der Zukunft, nach Shanghai…

2 Antworten auf „Von Tempeln und Moscheen“

  1. Hallo Weltbummler , das ist ja total überwältigend was ihr schon alles gesehen habt ! Ich glaube, das wäre auch eine Reise für uns. Wenn man euren Blog liest bekommt man jedenfalls richtig Lust darauf. Anscheinend habt ihr auch Geschmack an dem chinesischen Essen gefunden, da sind wir ja nicht ganz so mutig beim probieren!

    Viel Spaß in Shanghai und liebe Grüße aus Voerde

    1. Hallo ihr Lieben! Mit Sicherheit wäre das auch was für euch! Essen kann man hier richtig gut. Man muss auch keine Angst haben, anders als Ägypten oder so. 🙂
      LG von den Weltenbummlern

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